Sportmedizinische Erkenntnisse zum
STEP AEROBIC
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In den letzten 10 Jahren wurden von verschiedenen amerikanischen und deutschen Sportmedizinern Tests und Studien > Step-Aerobic < betreffend durchgeführt. Diese Tests haben gezeigt, dass die Unbedenklichkeit bei untrainierten gesunden Aerobicsportlern von folgenden Belastungen abhängig ist, welche differenziert werden durch folgende Maßnahmen:

                                   1  Tempoänderung
                            2  Höhe des Step-Boards
                            3  Höhe des Armeeinsatzes
                            4  Höhe des Beineinsatzes
                            5  Kombinationen der ersten 4 Punkte

Es wurden sowohl die maximale Herzfrequenz bei unterschiedlichen Belastungen gemessen, als auch die Laktatwerte und die Aufprallwerte auf dem Boden.

1. Gehen mit 5 km/h auf einem Laufband
2. Laufen mit 11 km/h auf einem Laufband
3. Step-Training auf einem 25 cm hohen Step mit 120 BPM
4. Einsatz der Arme in unterschiedlichen Höhen (Tief, Brusthöhe, über Kopf)
5. Laktatmessungen bei unterschiedlichen Step-Aerobic-Formen (Low-Im-     pact, Mixed Impact und unterschiedlichem Tempo (120 : 130 BPM)
6. Der Einfluss der unterschiedlichen Step-Höhen zwischen 10 und 30 cm ist     ebenfalls in einer Studie gemessen worden.
7. Die Hinzunahme von Handgewichten zur Erhöhung des Kalorienver-     brauches bzw. der Wirkung auf Puls und Laktat.

RESULTATE 

1. GEHEN Aufprallwerte : 1 1/4- fache des Körpergewichtes, Puls: durchschnittlich ca. 100 -105

2. LAUFEN Aufprallwerte: 2 1/2-3- fache des Körpergewichtes, Puls: durchschnittlich 150-190

3. STEP Aufprallwerte: 1,7 fache des Körpergewichtes, Puls: durch-schnittlich ca. 140 -180

4.  Der Einsatz der Arme zwischen Tief und Brust(Herz)-höhe schlägt sich mit mehr als 10% höherem Puls nieder. Oftmals wird der Bereich zwischen gesund und an der Grenze liegend (mehr als 85% THF) überschritten.

5.  Die Lactatmessungen gaben ebenfalls zu denken. Während ein Low-Impact-Training mit 120 und 130 BPM noch im Bereich der aeroben Belastung waren, ging ein Mixed-impact mit 130 BPM schon in den Bereich von annähernd 5 mmol/l, d.h. in den anaeroben Bereich über.

6.  Der Einsatz der unterschiedlichen Step-Höhen ist am Pulsverhalten, wie erwartet deutlich sichtbar geworden. Stephöhen über 20 cm erreichen bereits Pulshöhen von 175 und mehr.

7.  Die Hinzunahme von Zusatzgewichten, egal aus welchen Gründen, brachte keinerlei merkenswerte Erhöhungen, weder beim Kalorienverbrauch, noch bei Laktat oder Herzfrequenz. Die Probleme im Schulterbereich der Test-personen waren aber - speziell bei Älteren - vorhanden.

RESÜMEE:

1 Beim Step-Aerobic-Training ist die Aufprallwucht so 
gering wie beim Gehen - also GELENKSCHONEND

2 Die Herz-Kreislsaufaktivität beim Step ist jedoch intensiver 
als beim Joggen - ALSO KREISLAUFWIRKSAMER

3 Bei Untrainierten ist es günstiger den Armeinsatz tiefer 
als Brusthöhe zu halten - VORSICHT BEI ÄLTEREN

4 Bei Untrainierten ist es günstiger das Programm im 
Low-Impact-Bereich zu halten- VORSICHT BEI ÄLTEREN

5 Bei Untrainierten ist es günstiger das Programm
im 120 BPM-Bereich zu halten - VORSICHT BEI ÄLTEREN

6 Bei Untrainierten ist es günstiger die Höhe des 
Steps unter 20 cm zu halten - VORSICHT BEI ÄLTEREN

7 Auf die Hinzunahme von Zusatzgewichten kann 
verzichtet werden - ACHTUNG  SCHULTER !


Es ist sicherlich nichts gegen einen kurzfristigen Einsatz der Arme oder Beine, oder einer Tempoerhöhung für wenige Minuten einzuwenden - aber Vorsicht.
Bei fortgeschrittenen, gut trainierten, jungen und jüngeren gesunden Aerobic-Sportlern kann sicherlich in jedem Bereich trainiert werden. Doch dem Trainer sollte immer klar sein, dass er(sie) die Verantwortung für jeden in der Gruppe trägt und das AEROBIC von a e r o b  kommt !